SÜDAMERIKANISCHE ETHNOLOGIE

Die südamerikanische Ethnologie befasst sich mit großen Teilen des inkaischen Reiches und aller in diesem Territorium vorkommenden Kulturen auch aus der vorinkanischen Zeit und bis in die Gegenwart, das heißt Archäologica und Ethnographica aus Ekuador, Peru, Bolivien Nord-West Arbentinien und Nord-Chile sowie Archäologica aus Kolumbien, Venezuela und den Antillen. Der Bestand umfasst ca. 70 000 Objekte.

Neben Tongefäßen und Skulpturen, Stein und Metallobjekten, Artefakten aus Muscheln und Knochen haben sich an der trockenen Pazifikküste Südamerikas auch zahlreiche organische Materialien erhalten, darunter auch die 60 Totenbündel und die ca. 7000 archäologischen Textilien des Museums.

Zu dieser Region gehört auch die berühmte Goldkammer, die auch im Humboldt Forum einen herausragenden Standort bekommen wird. Gold wurde in Amerika fast ausschließlich in gediegenem Zustand aus Flüssen ausgewaschen. Hergestellt wurden unter anderem Schmuck als Statussymbol, Ritualgegenstände und Votivgaben. Die häufigsten Verarbeitungstechniken sind die von Goldblechen und der Guss in der verlorenen Form.